Notar Gehalt
Geltendes Recht ist damals und heute in Deutschland ein wichtiges Gut. Jeder Mensch möchte seine Rechte gut vertreten und sicher beglaubigt wissen. Beurkunden von Testamenten, Vereinbarungen innerhalb oder außerhalb einer Ehe und Lebenspartnerschaft sind nur ein paar der Dinge, die gut abgesichert sein müssen, wenn es drauf ankommt. Hierzu braucht es einen versierten Berater, der sich auskennt und die Rechtslage klar offerieren kann, damit Betroffene ein gutes Gefühl haben und sich keine Sorgen mehr machen müssen.
All diese und noch weit mehr Aufgaben obliegen dem Beruf des Notars. Doch was zählt noch zu seinen Aufgaben? Welche Anforderungen sollten erfüllt werden, um mit der Ausbildung zu beginnen? Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es und wie sieht es rund um das Notar Gehalt monatlich oder das Notar Gehalt selbstständig in Deutschland aus?
Fragen, die an dieser Stelle eine Antwort bekommen und einen Einblick in ein spannendes und wichtiges Berufsfeld ermöglichen.
Was ist die Tätigkeit eines Notars?
Der Beruf des Notars ist nicht nur vielseitig, sondern auch sehr verantwortungsvoll. Er arbeitet als ein unabhängiger Träger im öffentlichen Dienst und ist mit den Mitteln der Rechtspflege vertraut. Hierbei geht es um das Beraten von Mandanten, das Vollziehen von deren Willenserklärungen und auch das Einleiten von Testamenten.
Weiterhin sind die Beurkundungen und Bescheinigungen von Vorgängen im Aufgabentool vorhanden. Protokolle werden aufgesetzt und unterschiedlichste Verträge überwacht. Hierbei kann es sich um Ehe, aber auch Immobilienverträge handeln, um eine kleine Auswahl zu nennen. Selbstverständlich müssen auch Beratungen geführt werden, die einem Aufsetzen des Vertrages immer vorausgehen
Notare können als Anwaltsnotare fungieren, das heißt, sie haben auch eine Zulassung als Rechtsanwalt. Es gibt allerdings genauso Nur-Notare, die diese Zulassung nicht haben und derlei Rechtsgeschäfte nicht ausüben dürfen.
Der Weg zum Notar: Gehalt monatlich und andere Faktoren
Direkt nach dem Schulabschluss kann eine Ausbildung zum Notar nicht begonnen werden. Es braucht immer das juristische Staatsexamen. Es handelt sich nicht um eine duale Ausbildung.
Im ersten Schritt braucht es das Jura Studium, welches mit einer abgeschlossenen Abitur begonnen werden kann. Hier sollte eine Dauer von 5 Jahren eingeplant werden. Nach Abschluss des 2. Staatsexamens ist entweder eine Anstellung als Anwalt für 5 Jahre vonnöten oder ein Anwärterdienst über 3 Jahre.
Es braucht immer eine notarielle Fachprüfung, die bestanden werden muss, um in den Beruf des Notars einzusteigen. Somit braucht es fast immer 10 Jahre, bis alle Prüfungen bestanden sind und die Arbeit als Notar aufgenommen werden kann.
Arbeit auch ohne Studium?
Ohne ein abgeschlossenes Abitur und ein Studium ist es leider nicht möglich, in Deutschland den Beruf des Notars zu ergreifen. Anders als bei vielen anderen Berufen, die auch eine Anstellung für Quereinsteiger ermöglichen, ist das hier nicht gegeben. Denkbar wäre natürlich eine erlangte Hochschulreife, die direkt nach dem Realschulabschluss erreicht wurde oder sogar noch später nachgeholt wurde. Wichtig ist auf jeden Fall das Abitur, da sonst ein Studium nicht aufgenommen werden kann.
Einfacher ist es als Notarfachangestellter. Hierfür braucht es nur eine Ausbildung, die über 3 Jahre verläuft und von der Notarkammer des Bundeslandes unterstützt wird. Natürlich gibt es hier Unterschiede in den Verantwortlichkeiten und auch Abstriche in der Bezahlung, doch ein guter Beruf ist dennoch sicher.
Gehälter von den Notar während der Ausbildung
Wie bereits erwähnt, gibt es keine klassische Ausbildung zum Notar in Deutschland. Es braucht immer ein Jurastudium, das natürlich kein monatliches Gehalt bedeutet, es sei denn, es wird ein Nebenjob gewählt, um sich ein finanzielles Standbein aufzubauen.
Erst zum 2. Staatsexamen gibt es eine Art Gehalt. Hierbei handelt es sich um das Rechtsreferendariat, das eine Unterhaltsbeihilfe nach sich zieht.
Ausbildungsvergütung
Unterhaltsbeihilfe ist allerdings mehr als nur eine kleine Hilfe. Im Vergleich zu anderen Vergütungen, die ebenfalls im Rechtsbereich angesiedelt sind, fällt diese sogar recht hoch aus. Es gibt allerdings stets Unterschiede in den Bundesländern.
Beispiel (monatlich brutto – je nach Bundesland):
- Ausbildungsjahr: € 1.094
- Ausbildungsjahr: € 1.148
- Ausbildungsjahr: € 1.198
(Quellen: Tarifinformationen von azubiyo.de)
(Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.)
Vom Auszubildenden zum ausgebildeten angestellten oder selbstständigen Notar
Wenn das Studium mit seinen 2 Staatexamen erfolgreich abgeschlossen ist, kann die Bewertung und die folgende Anstellung als Notar erfolgen.
Möglich ist allerdings auch, eigene Wege zu gehen und den Schritt in die Existenzgründung zu wagen. Der Bereich Notar Gehalt selbständig ist natürlich verlockend. Aktuelle Zahlen der Bundesnotarkammer besagen, dass hier eine Jahresverdienst von 120.000€ bis 400.000€ Euro brutto möglich ist. In den Ballungsräumen Hamburg, München oder Frankfurt kann es mit einer guten Mandantschaft sogar noch mehr sein. Dem gegenüber steht allerdings der Aufbruch in die Selbstständigkeit mit Kosten und Risiko, was im Angestelltenverhältnis in der Form nicht gegeben ist. Es ist wichtig, dass an dieser Stelle nicht blind entschieden wird, sondern eine genaue Abwägung erfolgt. Alles hat seine Vor- und Nachteile und niemand was, wie sich Mandanten entscheiden, ob Klienten bleiben oder nicht.
Der Überblick zeigt, wie unterschiedlich das Gehalt allein von Bundesland zu Bundesland sein kann.
| Region | minimum | Mittel | Max. |
| Baden-Württemberg | 7.184 € | 9.276 € | 12.032 € |
| Bayern | 7.422 € | 9.678 € | 12.530 € |
| Berlin | 7.036 € | 9.016 € | 11.392 € |
| Brandenburg | 4.928 € | 6.236 € | 9.258 € |
| Bremen | 6.080 € | 7.798 € | 10.826 € |
| Hamburg | 7.202 € | 9.550 € | 12.990 € |
| Hessen | 7.462 € | 9.608 € | 12.814 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5.042 € | 6.580 € | 6.986 € |
| Niedersachsen | 5.864 € | 6.876 € | 9.550 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6.812 € | 8.468 € | 12.010 € |
| Rheinland-Pfalz | 6.138 € | 7.796 € | 9.550 € |
| Saarland | 5.794 € | 6.874 € | 10.000 € |
| Sachsen | 5.362 € | 6.510 € | 9.528 € |
Quelle: Gehaltsvergleich.com
Selbstverständlich ist bei solchen Gehältern die Vorfreude garantiert und wenn die Sicherheit über den neuen Berufsweg noch nicht gefestigt war, ist sie es spätestens jetzt. Es sollte aber immer bedacht werden, dass es sich hier um ein Notar Gehalt monatlich handelt, welches noch Abzügen unterliegt.
Als Faustregel werden 30% angegeben. Das heißt, von den hier hinterlegten Werten werden 70% auf das Konto ausgezahlt. Etwas anders ist es natürlich in der Selbstständigkeit. Hier gelten andere und individuelle Richtlinien für den ausgebildeten Notar.
Entscheidung über die Richtigkeit der Ausbildung
Finanzielle Rückhalte sind verlockend, ein guter Schulabschluss kann der Anfang sein. Dennoch braucht es noch ein paar mehr Dinge, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen sollten.
Um ein gutes Notar Gehalt selbständig oder monatlich zu erreichen, braucht es noch ein paar Eigenschaften, die den Lernwilligen auszeichnen sollten. Wichtig sind daher folgende Interessen und Charaktereigenschaften:
- Interesse für Vorschriften und Gesetze
- Gute mündliche und schriftliche Ausdrucksweise
- Freude an der Bildschirmarbeit
- Sorgfältigkeit
- Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
- Kommunikationsfreude
- Keine Scheu vor Studium
Natürlich können sich gewisse Eigenschaften noch entwickeln, doch sollte an dieser Stelle schon klar sein, dass ein oder zwei Dinge so gar nicht passen, lohnt es sich, noch etwas nachzudenken und vielleicht die Orientierung in eine andere Richtung aufzunehmen. Einfach nur aus dem Grund, da eine Ausbildung zeitaufwendig und natürlich zu Beginn etwas kostspielig ist.
Doch am Ende steht ein Beruf mit Herzblut und Engagement für Menschen, die dringend die Hilfe eines versierten Notars brauchen. Finde auch heraus, wie viel Du als Industriemechaniker oder Steuerberater verdienst.
